Die Schullin Uhrenwerkstatt
Im Looshaus führt Schullin eine Uhrmachertradition fort, die das Familienunternehmen seit mehr als einem Jahrhundert prägt.
01.06.2023
Die Uhrmacherei ist seit den Anfängen ein Teil von Schullin. 1888 wurde Johann Schullin Uhrmacher, 1910 eröffnete er seine eigene Uhrmacherwerkstatt. Heute wird diese Tradition in der Schullin Uhrenwerkstatt im Wiener Looshaus fortgeführt.

Uhrmacherei im Looshaus

Das von Adolf Loos zwischen 1909 und 1911 für den Herrenausstatter Goldman & Salatsch errichtete Looshaus war von Beginn an auch ein Ort des Handwerks. Die Werkstätten bildeten einen wesentlichen Teil des Gebäudes und waren auf die unterschiedlichen Arbeitsprozesse abgestimmt. Funktion bestimmte die Architektur, von der Raumaufteilung bis hin zu den unterschiedlichen Raumhöhen.

Seit Schullin 2024 das gesamte Looshaus bezogen hat, ist das Handwerk wieder Teil des täglichen Lebens in diesem besonderen Gebäude.

An der Uhrmacherwerkbank

In der Werkstatt werden mechanische Uhren von ausgebildeten Uhrmachern geprüft, gewartet und repariert. Die Uhrwerke werden geöffnet und sorgfältig untersucht, um den Zustand der einzelnen Komponenten zu beurteilen und die notwendigen Arbeiten durchzuführen.

Unter der Lupe arbeitet der Uhrmacher mit Bauteilen, die oft nur wenige Millimeter groß sind. Spezialisierte Werkzeuge und Messgeräte begleiten dabei jeden Arbeitsschritt, von der Demontage des Uhrwerks bis zur Montage und abschließenden Kontrolle.
Die Arbeit erfordert technisches Wissen, Erfahrung und vor allem Präzision. Eine mechanische Uhr beruht auf dem Zusammenspiel zahlreicher einzelner Komponenten, bei dem bereits kleinste Anpassungen ihre Funktion beeinflussen können.

Eine Schullin Tradition

Mehr als ein Jahrhundert liegt zwischen Johann Schullins erster Uhrmacherwerkstatt und der heutigen Werkstatt im Looshaus. Werkzeuge und Uhrwerke haben sich weiterentwickelt, die Uhrmacherei ist jedoch bis heute Teil des Fundaments, auf dem Schullin aufgebaut wurde.

Die Uhrenwerkstatt führt diese Geschichte in der Gegenwart fort: als aktive Uhrmacherwerkstatt in einem Gebäude, dessen Architektur selbst von der Verbindung zwischen Handwerk und Funktion geprägt ist.