Magazine 11. Mai 2020

Der Saphir

Der Saphir gehört seit Jahrhunderten zu den bekanntesten und begehrtesten Edelsteinen und ist berühmt für sein tiefes Blau.

Seine bemerkenswerte Härte – mit einem Wert von 9/10 auf der Mohs-Skala – macht den Saphir zu einem besonders begehrten Edelstein. Größere Steine werden immer mit einem Zertifikat eines hoch spezialisierten Labors versehen, die wichtigsten sind dabei Lotus (Bangkok), Gübelin (Luzern) GRS (Bangkok und Bern) und SSEF (Schweiz).

Der Wert natürlicher Saphire wird bemessen an Farbton, Reinheit, Transparenz, Größe und der Qualität des Schliffs. Aber auch die geographische Herkunft wirkt sich auf den Preis der Rohsteine aus. Allen voran steht der Fundort Kashmir, der im Gebiet Indien/Pakistan auf 4000 Metern Höhe liegt und heute keine nennenswerten Funde mehr bietet.  Alle schönen Kashmir-Saphire stammen aus dem Abbau im vorigen Jahrhundert und sind deswegen naturgemäß rar und teuer.

Fundorte

Zurzeit werden die schönsten Saphire in Burma gefunden, wobei allerdings größere Kristalle in feiner Qualität ebenfalls ziemlich selten sind.

Sri Lanka ist heute eines der wichtigsten Herkunftsländer, wo schöne und transparente Saphirkristalle gefunden werden, die den Burma-Saphiren sehr nahe kommen und sehr begehrt sind.

Daneben gibt es neuere Fundorte in Madagaskar, Nigeria und Mozambik, mit zum Teil überraschend schönen Exemplaren. Und nicht zuletzt die schon lange bestehenden Fundorte in Australien, Thailand und Kambodscha.

Es gilt bei den Fundorten einen wichtigen Grundsatz zu beachten: In allen Minen gibt es sehr gute und sehr schlechte Qualitäten von Kristallen. Die Angabe der Fundorte ist daher nur im Zusammenhang mit dem Erscheinungsbild des Steines zu bewerten.

Der Farbton des Saphirs

Die Farbe der Edelsteine wird mit drei Aspekten beschrieben: Farbton, Sättigung und Helligkeit. Das Blau des Saphirs findet sich fließend über alle nur denkbaren Abstufungen und Variationen dieser Farb-Eigenschaften. Der Versuch, diese in Gruppen mit einigen wenigen Namen einzuordnen, stellt lediglich eine Näherung dar: Das „Cornflower Blue“ und das „Royal Blue“ sind nur die bekanntesten Bezeichnungen für attraktive Farben.

Eine sehr spezielle Variation des Saphirs ist der sogenannte Padparadscha-Saphir, der in einer delikaten Mischung von pinker und oranger Farbe erscheint.

Gängige Farbezeichungen

Farbbezeichnungen: Saphire

Quelle: Lotus Gemology

 

Das Royal Blue besticht durch seine intensive Tiefe und eine hohe Sättigung ohne Grauanteil. Die Beschreibung als „royal blue“ stammt aus den Zeiten, in denen Aristokraten zu den einzigen Trägern dieses Steins zählten.

Saphir-Ring mit eingeschliffenen Diamanten

In dem hier gezeigten Schmuckstück ist ein schöner, lebendig-blauer Saphir gefasst, der mit Royal Blue bezeichnet ist. Der 10,62 carätige Edelstein wurde von Schullin in Sri Lanka angekauft und vom Gem Research Swiss Lab (GRS) zertifiziert.

Im Wiener Atelier wurde dieser außergewöhnliche Saphir in einen handgearbeiteten Ring gefasst, mit speziell eingeschliffenen Diamanten im Baguette-Schliff umgeben. Die Diamanten werden von rundlichen Fugen gehalten, die vom Mittelstein bis zum unteren Ende der Ringschiene verlaufen und diesen zeitgenössischen Entwurf charakterisieren.

Saphirring mit Diamanten

 

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